UVM formiert sich - Bericht der Schlierseer Stimme

Eigentlich sollte sie ja nur Mittel zum Zweck sein, die Gründung des Unternehmerverbands Landkreis Miesbach e.V. (UVM), welche sich im Sommer diesen Jahres vollzogen hat. Das Mittel: Möglichst viele Unternehmer aus dem Landkreis zusammen zu trommeln und einen gemeinsamen Geldtopf zu füllen. Zu welchem Zweck? Um einen Beitrag zur zukünftigen Finanzierung der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH (SMG) zu leisten.

Bekanntermaßen gibt es die SMG bereits seit fünf Jahren. Für diese Anschubphase hatte sich die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee bereit erklärt, die Finanzierung alleine zu übernehmen. Nach dieser Zeit sollte ein Resümee gezogen und vor allem die Finanzierung auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Kommunen des Landkreises konnten nicht dazu bewegt werden, die SMG finanziell mitzutragen (bzw. nur indirekt über den Landkreis). Aber einige -  bekannte – Unternehmer im Landkreis erkennen den Nutzen der SMG und haben sich zu einem Verband zusammen geschlossen, um ab 1. Januar 2013 als Gesellschafter und Finanzier in die SMG einzusteigen. Der UVM wird also einer der zukünftig drei Gesellschafter der SMG, neben dem Landkreis Miesbach und der weiterhin engagierten Kreissparkasse.

Nun möchte der UVM nicht bei dieser Zweckgemeinschaft stehen bleiben, sondern macht sich Gedanken, welche weitere Nutzen er aus dieser Verbandsgründung ziehen kann. Dafür hatten die Vorstände Klaus-Dieter Graf von Moltke vom Park-Hotel Egener Höfe in Rottach-Egern und Andreas Haßler von der OPED AG in Valley am vergangenen Mittwoch, den 07.11., im Medizinpark Valley alle seine Mitglieder (und die es werden wollen) zu einem Workshop eingeladen, in dem die zukünftige Ausrichtung der Verbandes erarbeitet werden sollte. Gut 20 der inzwischen rund 50 Verbandsmitglieder sind der Einladung gefolgt und haben, moderiert von Klaus-Dieter Graf von Moltke und Matthias Brandl von der cbo GmbH in Schliersee, ein entsprechendes Brainstorming durchgeführt. Unter den Fragenstellungen “Wer sind wir?”, “Welche Erwartungen haben die Mitglieder an den Verband?” und “Welche Rolle kann der Verband in der SMG übernehmen?” entwickelte sich eine spannende und fruchtbare Diskussion über das Selbstverständnis des UVM. Dabei wurde bald klar, dass die Vorteile eines solchen regionalen Netzwerks als sehr hoch eingeschätzt werden. Man möchte nicht ein loser Verbund von “Zahlern” bleiben, sondern eng und interdisziplinär zusammen arbeiten und auch unabhängig von der SMG Projekte angehen. Großer Bedarf wurde dabei in den Themenfeldern Mitarbeiterentwicklung und “alternative Finanzierungsquellen” gesehen; in diesen Bereichen werden die ersten Projekte des Verbandes angesiedelt sein. Wo dabei die konkrete Abgrenzung zur Arbeit der SMG verlaufen wird, wurde gemeinsam mit dem ebenfalls teilnehmenden Alexander Schmid diskutiert, der zum Jahresanfang 2013 als Nachfolger von Oliver Reitz die Geschäftsführung der SMG übernehmen wird.

Aber nicht nur Arbeit wartete auf die Teilnehmer: im Anschluss lud die OPED AG als Hausherr zu einem Imbiss in der hauseigenen Bar, zur Stärkung und zum weiteren Knüpfen der Netzwerk-Knoten.

Es scheint sich also in dem UVM ein dynamisches und schlagkräftiges Netzwerk an Unternehmern zu bilden, das aktiv die Entwicklung im Landkreis mitgestalten möchte, sei es als Gesellschafter der SMG, sei es über Verbandsarbeit. Deshalb sind Noch-Nicht-Mitglieds-Unternehmen im Landkreis aufgerufen sich ebenfalls einzubringen und von dem Netzwerk zu profitieren. Und schließlich gilt auch hier: je lauter der Chor, desto eher wird er gehört.

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