Mehr Mut zum Unternehmertum
Unternehmerische Entscheidungen entstehen selten unter perfekten Bedingungen. Oft müssen sie getroffen werden, wenn Sicherheiten fehlen und der Druck hoch ist. Genau dort beginnt Mut und genau hier setzte die Auftaktveranstaltung der UVM Akademie des Unternehmerverband Landkreis Miesbach (UVM) an. Unter dem Leitthema „Selbstbestimmt. Unternehmerisch.“ stand der Abend ganz im Zeichen von Verantwortung und der Frage, wie Unternehmen Wandel aktiv nutzen und gestalten können.
Nach einem Jahr, in dem der demografische Wandel die Diskussionen in der regionalen Wirtschaft stark geprägt hat, richtet die UVM Akademie 2026 den Blick bewusst nach vorne. Im Fokus stehen die Chancen, die sich aus Veränderung ergeben, sowie die Frage, wie Unternehmerinnen und Unternehmer aktiv gestalten können.
Die Veranstaltung am 3. Februar bei Dinzler in Irschenberg wurde von Anton Stetter sowie Sven Scheerbarth und Christine Stanek, die im Vorstand die UVM Akademie verantworten, eröffnet. Im Mittelpunkt des Abends stand das Thema „Mut – Entscheidungen treffen, wenn es keine sichere Lösung gibt“. Mut ist im Unternehmeralltag weniger ein großer Moment als eine innere Haltung, die besonders relevant wird, wenn Unsicherheiten bestehen oder man sich unerwarteten Herausforderungen stellen muss. Stetter betonte: „Innovation braucht Investition. Nur 4,5 % der Deutschen können sich vorstellen, sich selbstständig zu machen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützen und ein starkes Netzwerk bieten.“
Dazu lieferte Denise Schurzmann, Geschäftsführerin der Krause Industrieschaltanlagen GmbH in Raubling einen eindrucksvollen Praxis-Impuls. Mit Mitte zwanzig übernahm sie nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters die Leitung des Familienunternehmens – über Nacht verantwortlich für über 60 Mitarbeitende und einen Millionenumsatz. Zehn Jahre später ist das Unternehmen weiterhin auf Wachstumskurs. Sie machte deutlich, dass Offenheit für neue Perspektiven und Durchhaltevermögen helfen, Entscheidungen zu treffen, auch wenn die Lage unsicher ist. „Nur wenn wir mutig vorangehen, können wir etwas voranbringen“, so Schurzmann.
Die engagierte Unternehmerin kümmert sich aber nicht nur um das Familienunternehmen, sie ist auch ehrenamtlich aktiv. Viele Jahre war Schurzmann bei den Wirtschaftsjunioren und übernahm dort auch den Bundesvorsitz. Seit November 2024 ist sie Vizepräsidentin der IHK für München und Oberbayern sowie Bayerische junge Unternehmerin des Jahres 2024. Schurzmann machte den Teilnehmenden bewusst, wie wichtig Netzwerk und Engagement sind: „Ehrenamtliches Engagement, etwa bei den Wirtschaftsjunioren oder in der IHK, fördert die persönliche und unternehmerische Weiterentwicklung. Außerdem kann man sich mit vielen Gleichgesinnten austauschen und sich gegenseitig stärken.“
Die Auftaktveranstaltung der UVM Akademie setzte damit einen ersten Impuls für das Jahr 2026 – als Einladung zum Weiterdenken, Netzwerken und Austausch. Zwei weitere Schwerpunkthemen, Wachstum und Wirkung, stehen in diesem Jahr mit spannenden Referenten auf dem Programm. Am 6. Mai bei der OPED GmbH spricht Robin Thiemann, CFO bei Ippen Media, der dort strategische Wachstumsprozesse, Zukäufe und die Integration neuer Geschäftseinheiten begleitet. Anna Maria Kurz, CEO von kibun.io, und Martin Gros, Senior Partner und Berater der ComTeam AG, machen am 28. Oktober im DAS TEGERNSEE Unternehmenskultur für die UVM Akademie greifbar. Mehr Informationen sowie die Anmeldung zu den Veranstaltungen findet man unter https://www.unternehmerverband-miesbach.de/uvm-akademie/.





